Bayreuth (epd). Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat den Regionalverbund "Bayerisches Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung" bis 2028 verlängert. Laut Mitteilung der Universität Bayreuth wird das Projekt mit 925.000 Euro für zwei weitere Jahre gefördert. Im Verbund kooperieren seit 2022 die Universität Bayreuth, die Universität Augsburg sowie das Institut für Zeitgeschichte (IfZ) München-Berlin. Sie arbeiten mit weiteren regionalen Partnern wie der bayerischen Wissenschaftsallianz für Friedens-, Konflikt- und Sicherheitsforschung (FoKS) zusammen.
Der Verbund erforsche, wie Gesellschaften in Zeiten des Wandels um Deutungen der Vergangenheit und Gegenwart ringen, um die Zukunft zu gestalten, so die Mitteilung. Es werde untersucht, wie sich politischer Wandel auf den Frieden auswirkt. Aktuelle Fallstudien beschäftigten sich mit den Deutungskämpfen um die Position der Ukraine, dem Klimawandel, der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt und der Verantwortung von Rüstungskonzernen für Gewalt. Besonders wichtig sei die regionale Zusammenarbeit im Verbund. Für die Forschung würden Ansätze aus der Soziologie, der Geschichtswissenschaft, den Internationalen Beziehungen und der Politikwissenschaft verknüpft.