Eichstätt (epd). Bayerns größtes Korallenriff hat ein neues Zuhause. Die Gäste des Jura-Museums auf der Eichstätter Willibaldsburg können das tropische Riff ab Dienstag (8. Februar) in seinem neuen Aquarium besichtigen, teilte die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt am Freitag mit. Das 7.000-Liter Aquarium gehöre zu den Highlights des Jura Museums. Es beherberge mit mehr als 60 Arten an Korallen, Salzwasserfischen, Seeigeln und weiteren Riffbewohnern das artenreichste Riff Bayerns. Der Blick in das Aquarium sei zugleich eine Zeitreise zurück in die Welt vor 150 Millionen Jahren, aus der die im Museum ausgestellten Fossilien stammen, so das Museum. In diesem Erdzeitalter habe sich über Süddeutschland mit dem Jurameer eine Landschaft aus Inseln, Riffen und Lagunen erstreckt.

Seit dem Jahr 2020 waren Korallen, Fische und andere Wasserbewohner in einem Evakuierungsbecken untergebracht, weil das ursprüngliche Behältnis nach 44 Jahren starke Schäden hatte und nicht mehr betrieben werden konnte. Auch das neue Aquarium ist noch nicht die dauerhafte Bleibe für das Korallenriff. Es sei eine Interimslösung, mit der die Zeit bis zur Neukonzeption des Museums überbrückt werde, sagte Museumleiterin Christina Ifrim.

Im Jura-Museum in Eichstätt sind insbesondere Fossilien der Solnhofener Plattenkalke zu sehen, die in den Steinbrüchen der Region gefunden wurden. Die berühmteste Versteinerung aus der Jura-Zeit ist das Eichstätter Exemplar des Urvogels Archaeopteryx. Trägerin des Museums ist die Stiftung Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt.