München (epd). Die Regionalbibliothek Weiden gewinnt den Hauptpreis des Bayerischen Bibliothekspreises, die Gemeindebücherei Vaterstetten erhält den Sonderpreis. Eine achtköpfige Fachjury habe die diesjährigen Preisträger ausgewählt, teilte das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst mit. Kunstminister Markus Blume hob bei der Preisverleihung am Mittwoch hervor, dass beide Bibliotheken besonders durch ihr gleichzeitiges Bedienen von analogen und digitalen Angeboten überzeugt hätten. "Ihr Angebot begeistert klassische Bücherfans und nutzt zugleich die Chancen digitaler Formate", sagte Blume.

Die Regionalbibliothek in Weiden habe vor allem mit ihrem Social-Media-Auftritt sowie ihrer Leseförderung und Vermittlung von Medien- und Informationskompetenz überzeugt. Die Gemeindebibliothek in Vaterstetten habe mit ihrem kreativen Veranstaltungsprogramm zum 50-jährigen Jubiläum gepunktet, hieß es in der Mitteilung. Laut Vorsitzendem des Bayerischen Bibliotheksverbandes (BBV), Gerhard Hopp, fördern Bibliotheken die kulturelle Teilhabe und ein lebenslanges Lernen. Er maß den Bibliotheken auch einen großen Wert für den Zusammenhalt der Gesellschaft als Lern- und Begegnungsort bei.

Der Hauptpreis des Bayerischen Bibliothekspreises ist mit 10.000 Euro dotiert, der Sonderpreis mit 5.000 Euro. Er wird durch eine Kooperation zwischen Kunstministerium und BBV ermöglicht.