Würzburg (epd). Die "Geschichtswerkstatt Alfred Eck der Stadt Aub" bekommt an diesem Sonntag (24. Juli) den 28. Würzburger Friedenspreis übergeben. Die Verleihung der mit 3.000 Euro dotierten Auszeichnung finde ab 11 Uhr in der Aula des Friedrich-König-Gymnasiums statt, teilte das Komitee Würzburger Friedenspreis am Donnerstag mit.

Mit der Ehrung will das Komitee das Engagement der Geschichtswerkstatt Aub für die historische Aufarbeitung der mutigen Tat von Alfred Eck würdigen. Alfred Eck war 1945 auf dem Marktplatz in Aub von einem Standgericht der Wehrmacht zum Tode verurteilt worden. Er hatte zuvor versucht, das Dorf Baldersheim (Kreis Würzburg) friedlich an US-Truppen zu übergeben.

Der Geschichtswerkstatt sei es gelungen, einen wertschätzenden, an historischen Fakten orientierten Dialog in der Stadt Aub zu diesem Thema zu fördern, teilte das Komitee mit. Man sehe die Arbeit der Geschichtswerkstatt als beispielhaft für die Bearbeitung schwieriger historischer Themen, die auch für heutige Fragen Bedeutung haben.

Zu den bisherigen Preisträgern des Friedenspreises zählen der aus Äthiopien geflüchtete Journalist Addis Mulugeta, der katholische Hochschulpfarrer Burkhard Hose, die Würzburger Holocaust-Überlebende Sintezza Rita Prigmore sowie 2017 die Journalistin Pat Christ aus Würzburg, die auch für den Evangelischen Pressedienst (epd) schreibt.