Nürnberg (epd). Gegen sogenannte "Spaziergänge" gegen die Corona-Maßnahmen in und um Nürnberg will die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion mit einer Unterschriftenaktion im Internet ein Zeichen setzen. Der Vorsitzende der Allianz, Stephan Doll, sagte am Freitag in einer Mitteilung, bei den unangemeldeten Demonstrationen werde das Versammlungsrecht bewusst umgangen und mit Füßen getreten. In der Internet-Erklärung der Allianz heißt es, es zeige sich bei den Demonstrationen eine zunehmende Gewaltbereitschaft. Fast jeden Tag würden Drohungen gegen Politikerinnen und Politiker, Polizei, Journalistinnen und Journalisten oder Vertretern der Zivilgesellschaft öffentlich. Sogenannte Coronaleugner-Demonstrationen würden teilweise von rechtsextremen Kreisen und Parteien gekapert.

Bedenken zu den Corona-Maßnahmen und Einschränkungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens seien in einer Demokratie möglich und nötig, heißt es in dem Unterschriftenaufruf weiter. Das sei Zeichen einer lebendigen Demokratie. "Keine Sorgen, keine Kritik, keine Empörung und auch keine Enttäuschung rechtfertigen aber einen Schulterschluss mit Feindinnen und Feinden der Demokratie." Die Allianz stelle die Aktion unter das Motto: "Denk mit statt quer"

Seit Freitag ist die Unterschriftensammlung auf der Homepage der Allianz frei geschaltet, hieß es.