Nürnberg (epd). Zum Festjahr "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" hat die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Franken (GCJZ) am Wochenende in Nürnberg eine von bundesweit 1.700 Flaggen für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus gehisst. Er wünsche sich, dass dies "nicht nur eine einmalige Aktion ist, sondern dass auch im Alltag im übertragenen Sinne Flagge gezeigt wird, wenn Hass verbreitet wird", sagte der leitende Geschäftsführer des Vereins 321, Andrei Kovacs, der die Fahnenaktion initiiert hat. An der Aktion beteiligen sich öffentliche Einrichtungen, Landtage, Parteien, Synagogen, Kirchen, Schulen, Universitäten, Sportvereine, Volkshochschulen sowie der Zentralrat der Juden, Museen und Privatpersonen, teilte die GCJZ am Samstag mit.

Auf den Tag genau vor 1700 Jahren habe der römische Kaiser Konstantin das Gesetz erlassen, das besagte, dass Juden städtische Ämter in den römischen Stadträten, bekleiden durften und sollten. Es gilt als das früheste schriftliche Zeugnis über jüdisches Leben in Mitteleuropa. Der Verein 321 möchte den Tag feierlich begehen und hat deshalb die Aktion "Flagge zeigen für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus" initiiert. Die Nürnberger Fahne hängt an der Hauswand des Caritas-Pirckheimer-Hauses in der Königsstraße.