Wegen Silvesterunfällen sind beim Jahreswechsel 2020/2021 wesentlich weniger Menschen im Krankenhaus gelandet als ein Jahr zuvor. Aus einer Hochrechnung der Krankenkasse Barmer, die diese am Donnerstag veröffentlichte, geht hervor, dass die Zahl um 40 Prozent zurückging. Vor Silvester 2020 war wie heuer der Verkauf von Böllern in Deutschland untersagt, große Feiern wurden wegen der Corona-Pandemie deutlich eingeschränkt.

Vor einem Jahr mussten bundesweit etwa 3.800 Menschen mit Knalltrauma, Augen- und Handverletzungen, Gehirnerschütterung oder Alkoholvergiftung eingeliefert werden. Im Jahr zuvor waren es rund 6.200 Fälle. Auf Bayern entfallen erfahrungsgemäß etwa zehn Prozent der Fälle, sagte eine Sprecherin der Krankenkasse dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Die Analyse betrachte seit zehn Jahren den Zeitraum vom 29. Dezember bis 2. Januar, hieß es. Untersucht würden stationäre Behandlungen wegen zu viel Alkohol oder unsachgemäßem Gebrauch von Feuerwerkskörpern an diesen Tagen.