Beim Sporttraining oder in den Proben der Musikschule könnten ungeimpften Kindern und Jugendlichen in Bayern ab dem 13. Januar wegen neuer Corona-Regeln Einschränkungen bevorstehen. Darauf hat am Donnerstag die Diakonie Bayern hingewiesen. Sie fordert, die Ausnahmeregelungen von den 2G- und 2G plus-Regeln zu verlängern, wenn die geltende Verordnung für Infektionsschutzmaßnahmen auslaufe. "Kinder und Jugendliche leiden besonders unter den Kontakt- und Freizeitbeschränkungen. Gerade jetzt ist es wichtig, dass sie weiterhin etwa sportlichen Aktivitäten nachgehen können", sagte Diakoniepräsident Michael Bammessel.
Inzwischen sei durch verschieden Studien nachgewiesen, dass psychische Belastung, Angststörungen und Vereinsamung als Folge der Pandemie bei Kindern und Jugendlichen massiv zugenommen hätten, so Bammessel. "Kinder und Jugendliche brauchen den Kontakt zu Gleichaltrigen und die Möglichkeit, ihren Interessen auch außerhalb von Schule und Häuslichkeit nachzugehen". Es sei auch kaum vermittelbar, dass Kinder und Jugendliche in der Schule auf relativ engem Raum unterrichtet würden, sie am Nachmittag dann aber nicht an Freizeitaktivitäten teilnehmen könnten.
Das bayerische Kabinett hatte die Ausnahmen von den geltenden 2G- und 2G plus-Regeln für Kinder und Jugendliche über 14 Jahren befristet verlängert. Sie dürfen derzeit in Gasstätten mitgehen oder am Training im Sportverein teilnehmen.