Die rund 110.000 evangelischen Christinnen und Christen in Nürnberg erhalten eine neue geistliche Leitung. Die 57-jährige Theologin Britta Müller wird künftig Stadtdekanin. Sie tritt zum 1. Dezember 2027 die Nachfolge von Jürgen Körnlein an, der nach 16 Jahren als Stadtdekan in den Ruhestand geht. Bereits ab 1. September 2027 wird sie die Vertretung dieses Dienstes übernehmen. "Ich freue mich, dass mit Britta Müller eine hochqualifizierte und engagierte Dekanin mit Weitblick die verantwortungsvolle Aufgabe der Stadtdekanin übernimmt", erkärte Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern laut Mitteilung.

Als Stadtdekanin ist Britta Müller die offizielle Repräsentantin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Nürnberg. Gemeinsam mit den Dekanatsgremien und dem Dekanekollegium sei sie verantwortlich für die Leitung und Entwicklung des Evangelischen Dekanats Nürnberg, sagte Hann von Weyhern weiter.

Müller studierte den Angaben zufolge evangelische Theologie in Marburg, Hamburg und Heidelberg. Außerdem absolvierte sie ein Magisterstudium der Pädagogik. Nach ihrem Vikariat in Bad Kissingen und im Amt für Evangelische Jugendarbeit war sie als Pfarrerin im Lautertal bei Coburg und in Fürth tätig. Seit April 2020 ist sie Dekanin in der Region Nürnberg-Südwest und Pfarrerin in der Südstadt. Zu ihrem Verantwortungsbereich gehören neben der Leitung der Dekanatsregion unter anderem die Nürnberger Vesperkirche in der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche, der sozialpolitische Buß- und Bettag sowie weitere diakonische Themen, heißt es in der Mitteilung. In der Landessynode der evangelischen Kirche in Bayern vertrete sie als gewähltes Mitglied das Dekanat Nürnberg und gehöre zum Landessynodalausschuss.

Britta Müller ist verheiratet mit Pfarrer Rüdiger Popp und hat drei Kinder im Alter von 22, 20 und 17 Jahren. "Ich freue mich auf die neue Verantwortung und die vielfältigen Aufgaben. Die evangelische Kirche befindet sich, auch in Nürnberg, in einem großen Veränderungsprozess, den ich mit Zuversicht, Gottvertrauen und viel Energie gemeinsam mit den Menschen hier vor Ort gestalten möchte", sagte Müller.