Wer Andersgläubige besser versteht, ist ihnen auch näher. Das Bayerische Forschungszentrum für Interreligiöse Diskurse (BaFID) an der Universität Erlangen-Nürnberg betreibt daher Forschung und Aufklärung zu den drei Religionen Christentum, Judentum und Islam.
Gräber von Efeu umrankt, Steinchen statt Blumen auf Grabmälern: Jüdische Friedhöfe haben etwas Magisches, fast geheimnisvolles. Wie beerdigen eigentlich Juden ihre Verstorbenen? Ein Blick auf ihre Bestattungskultur.
Von Timo Lechner und Gabriele Ingenthron | 7. April 2021
Die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern projiziert am Mittwochabend die Namen von 4.500 ermordeten jüdischen Münchnern auf die Fassade der Hauptsynagoge.
Juden verkleiden sich zu Purim wie Christen an Karneval. Und in der Vorweihnachtszeit feiern sie mit Chanukka ein Lichterfest. Manche dieser Feste fallen im Jahreslauf nur zufällig in die selbe Jahreszeit, bei anderen gibt es auch inhaltliche Gründe.
Viele jüdische Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion sind nach Deutschland gekommen. Auch, weil sie in ihrer alten Heimat oft Ausgrenzungen ausgesetzt waren. Doch auch in Deutschland wachsen unter den jüdischen Einwanderern von einst die Sorgen.
Im Gespräch mit Axel Töllner, dem Beauftragte der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern, über den Dialog und die Gemeinsamkeiten zwischen Judentum und Christentum.
Warum tragen gläubige Juden manchmal Lederriemen an den Armen und auf dem Kopf? Und was hat es mit diesen kleinen Kästchen an den Türrahmen auf sich? Viel Wissen über die jüdische Glaubenspraxis in der Bevölkerung ist mit dem Holocaust untergegangen.
Sie sind klein, zuerst unscheinbar - und doch "stolpert" man über sie: die Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig. In bisher keiner anderen Stadt im Freistaat sind so viele in den Boden eingelassen wie in Würzburg. Dafür gibt es mehrere Gründe.
In der blühenden Handelsstadt Regensburg wurde die erste jüdische Gemeinde auf dem Gebiet des heutigen Bayerns gegründet - nachweisbar ist sie seit 981 nach Christus. Sie wuchs zur bedeutendsten in Mitteleuropa, bis die Juden 1519 vertrieben wurden.
Deutschland feiert heuer 1.700 Jahre jüdisches Leben. Eines der bekanntesten jüdischen Gesichter hierzulande ist Charlotte Knobloch (88). Unermüdlich kämpft sie gegen Antisemitismus und für ein Judentum in der Mitte der Gesellschaft.
Die Schau "Schalom Sisters" in Augsburg zeigt die Rolle der Frau und des Feminismus im Judentum. Sie startet, sobald der Lockdown beendet ist, sagt Barbara Staudinger, Leiterin des Jüdischen Museums Augsburg im Interview.
Tohuwabohu, Schickse, schmusen, mauscheln oder auch mies: Die deutsche Sprache ist voller Wörter, die ursprünglich aus dem Hebräischen oder dem Jiddischen stammen. Nicht immer ist ihre Verwendung unproblematisch, weil die heutige Bedeutung nicht der ursprünglichen entspricht - und manchmal sogar antisemitisch gemeint oder beleidigend ist.
Parallelen zwischen NS-Terror und den Maßnahmen zum Schutz vor Corona: Für den Zentralrat der Juden und viele Politiker ist das unerträglich. Zum Holocaust-Gedenktag verurteilten sie jegliche Relativierung und Verharmlosung der Gräuel.
Anlässlich des Holocaust-Gedenktags äußert sich Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, zum Antisemitismus in Deutschland.
Das Jubiläum des Judentums in Deutschland war auch Schwerpunkt des digitalen Jahresempfangs der Evangelischen Akademie Tutzing. Dabei waren sich Zentralratspräsident und Landesbischof einig, dass Kontakte Vorurteile überwinden können.
Von Daniel Staffen-Quandt und Achim Schmid | 26. Januar 2021
Die über 200 Jahre alte Torarolle aus Sulzbach in der Oberpfalz hat viele Katastrophen überstanden. Nach einer aufwendigen Restaurierung in Israel wird sie nun beim Holocaust-Gedenken am 27. Januar im Deutschen Bundestag fertiggestellt.
Am 12. Januar startet in Bayern das Festjahr "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland". Der Antisemitismusbeauftragte Spaenle hat nun das Programm vorgestellt. Einer der Höhepunkte: die Rückkehr der ältesten Thorarolle Süddeutschlands nach Amberg.