Sie sollen Austausch zwischen Christentum, Islam und Judentum an der Basis möglich machen: 17 frisch ausgebildete Dialogbegleiter haben im Islamischen Zentrum in Penzberg ihre Zertifikate erhalten.
Die Stadt der Reichsparteitage, die Nürnberger NS-Rassegesetze, selbst die so malerisch anmutende Altstadt-Topografie der ehemaligen Reichsstadt: Nürnberg und die Juden, das ist eine schwer belastete Geschichte. Wie sieht ein evangelischer Kirchentag vor diesem Hintergrund aus? Ein Streifzug über das große Protestantentreffen unter der Perspektive der jüdisch-christlichen Begegnung.
"Die Juden im Koran. Ein Zerrbild mit fatalen Folgen" heißt das neueste Buch des Freiburger Islamwissenschaftlers Abdel-Hakim Ourghi. Ourghi fordert darin eine neue muslimische Erinnerungskultur: Juden seien in der Geschichte des Islams nicht die Täter, sondern vor allem die Opfer gewesen.
Bis zuletzt weigerte er sich, Nazi-Deutschland zu verlassen. Als Rabbiner half er Juden bei der Flucht. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich der Holocaust-Überlebende Leo Baeck für jüdisch-christlichen Dialog ein.
Die Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER) verlegt ihren Hauptsitz von London nach München. Die frühere Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, begrüßte die Entscheidung. Auch von der evangelischen Kirche gibt es großen Zuspruch.
Der Judaist Peter W. Ochs erhält für seine von ihm mitentwickelte Methode des "Scriptural Reasonings" den hochdotierten Dr. Leopold Lucas-Preis. Die Methode zeigt: Die Liebe zur heiligen Schrift kann über Religionsgrenzen hinweg verbinden.
Im Rahmen unseres Bibelprojekts #glaubstdu bringt Rabbiner Tom Kucera eine jüdische Perspektive ein – und schreibt über die Rolle des Glaubens, die Bedeutung der Synagoge und seinen Bezug zur hebräischen Bibel.
Eine Umfrage von YouGov sorgte am Wochenende für Empörung. Demnach sieht nicht einmal mehr die Hälfte der Deutschen eine besondere Verantwortung Deutschlands für das jüdische Volk. Das ist sehr besorgniserregend – und gerade deshalb muss man genau hinschauen, analysiert Oliver Marquart.
Die Justizreform von Ministerpräsident Netanjahu ist vorerst gestoppt. Doch die israelische Gesellschaft bleibt tief gespalten. Markus Springer erklärt, woran das liegt.
Israel feiert dieses Jahr seinen 75. Geburtstag. Viele Christen weltweit fühlen sich dem Land eng verbunden und feiern mit. Harald Eckert ist einer davon und engagiert sich mit viel Leidenschaft für das deutsch-israelische Verhältnis. Er ist zu Gast beim Podcast "MitMensch".
Die Wilhelm-Löhe-Schule in Nürnberg bietet deutschlandweit etwas Einmaliges. An der evangelischen Gesamtschule gibt es jüdischen Religionsunterricht und koscheres Essen in der Mensa. Die Schulfamilie lebt den Dialog der Religionen.
Von Jasmin Kluge und Jutta Olschewski | 14. März 2023
An einem Abend im Dezember zünden jüdische Familien in Bayern und auf der ganzen Welt die erste Kerze am Chanukka Leuchter an. Auch sie feiern ein wichtiges Fest im Dezember.
Der Zentralrat der Juden will die Ergebnisse einer Untersuchung über Vorwürfe des Machtmissbrauchs am Abraham-Geiger-Kolleg veröffentlichen. Der Anwalt des Rektors der Potsdamer Rabbinerausbildungsstätte hatte vor einer Vorverurteilung gewarnt.
Er hat den Holocaust und das Münchner Olympia-Attentat überlebt. Sein Leben lang ist Shaul Ladany immer weiter gegangen. Heute kämpft er dafür, dass nicht vergessen wird, wie eine menschenverachtende Ideologie einer Gesellschaft schaden kann.
Von Lisa Brun und Florian Hechler | 4. Dezember 2022
Ein Ort des Austausches und ein Ort, "an dem Kennenlernen stattfindet und Angst vergeht” - das wünscht sich die jüdische Kultusgemeinde Erlangen von einem neuen Haus des jüdischen Lebens in Erlangen. Doch dieses Haus gibt es noch nicht.
"Kaum eine Lebensgeschichte hat mich so berührt wie diese", fasst Social-Media-Redakteurin Lea Kiehlmeier ihre Eindrücke nach dem Lesen der Biografie der Auschwitz-Überlebenden Eva Mozes Kor, "Ich habe den Todesengel überlebt", zusammen. Ein Buchtipp, der berührt.
Der Antisemitismus-Beauftragte der EKD, Christian Staffa, hat sich zur Entscheidung des Wittenberger Kirchengemeinderats geäußert, die judenfeindliche Schmähplastik an der Fassade der Stadtkirche zu belassen.
Die Wittenberger "Judensau" verbleibt an der Fassade der Stadtkirche. Das ist die falsche Entscheidung, die zeigt, wie leichtfertig die deutsche Mehrheitsgesellschaft weiter mit ihren dunklen Flecken umgeht, kommentiert Oliver Marquart.