Der Verein Arabische Fraueninitiative Erlangen hat den Mittelfränkischen Integrationspreis 2020 erhalten. Zwei weitere Projekte erhielten in diesem Rahmen Auszeichnungen. Wer die Preisträger sind und welche Bedeutung integrative Vereine und Akteure haben.
Hermine Seelmann arbeitet als Quartiersmanagerin im Würzburger Stadtteil Heuchelhof. Hier haben zwei Drittel der Menschen einen Migrationshintergrund. Deshalb kooperiert sie intensiv mit Freiwilligen, die nicht aus Deutschland stammen.
Die Regensburger Hilfsorganisation Space-Eye hat eine neue Initiative zur Evakuierung von schutzbedürftigen Flüchtlingen aus den griechischen Flüchtlingscamps auf den Inseln Samos, Lesbos und Kos gestartet.
Die Jugendwerkstatt "Junge Arbeit der Diakonie Hasenbergl e.V." in München ist mit dem Gütesiegel "berufliche und soziale Integration" ausgezeichnet worden.
Batre, der den Oromo, einer in Äthiopien diskriminierten ethnischen Gruppe, angehört, hat im mittelfränkischen Baiersdorf eine Ausbildung zum Metallarbeiter abgeschlossen und wurde von seinem Chef übernommen. Trotzdem ist nicht sicher, ob er dauerhaft bleiben darf.
Warum das Konzept der Osnabrücker Wirtschaftspsychologin Petia Genkova auch hilfreich bei der gesellschaftlichen und beruflichen Integration von Geflüchteten sein kann.
Die Corona-Pandemie trifft auch Flüchtlinge in Deutschland hart: Asylverfahren ziehen sich in die Länge. 14 Tage Quarantäne können direkt in die Arbeitslosigkeit führen. In der Krise bröckelt die Solidarität mit Geflüchteten, befürchtet Pro Asyl.
Zur Interkulturellen Woche 2020 im September sollen in mehr als 500 Städten etwa 5.000 Veranstaltungen rund um die Themen Flucht, Migration und Integration stattfinden. Was genau dahinter steckt, erklärt der Ökumenische Vorbereitungsausschuss in zwei kurzen Videos.
Insgesamt 220.000 Zuwanderer unterbrechen nach Angaben des BAMF wegen der Corona-Pandemie derzeit ihre Integrationskurse. Darum habe das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in den vergangenen Wochen digitale Angebote gestartet, mit denen die Zeit der Kursunterbrechungen überbrückt werden sollen.
Unter dem Aspekt der frauenspezifischen Integrationsarbeit wurde der Frauenpreis der Stadt Nürnberg am Donnerstag verliehen. Preisträger sind die Projekte "Stadtteilmütter", das Internationale Frauen- und Mädchenzentrum sowie die interreligiöse Frauen-WG der Nürnberger Evangelischen Jugend.
Die Hälfte der nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge hat einer Studie zufolge fünf Jahre nach ihrer Ankunft einen Job. Experten zeigen sich überrascht von diesen guten Daten - und nennen Gründe.
Ein Buch mit Märchen aus aller Welt will Kulturen in Nürnberg verbinden. Weil sich die Blinden- und Sehbehinderten-Seelsorge dafür starkgemacht hat, ist es nun auch als Hörbuch erhältlich. Was sich genau hinter dem Märchenbuch-Projekt verbirgt.
Bei einem Besuch des Islamischen Zentrums in Penzberg hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Gemeinde als modellhaft bezeichnet. Dort werde das gelebt, was er sich für Deutschland wünsche: "Neugier aufeinander und Respekt voreinander."
Wer "Integration" hört, denkt meist zuerst an Menschen aus anderen Kulturen und mit anderer Sprache, die ihren Weg in die Gesellschaft finden sollen. Doch oft sind es nicht mal sprachliche oder kulturelle Hürden, die das Hineinfinden schwierig machen. Gut, dass es für Kinder am Schwabacher Familienzentrum MatZe die Integrationspaten gibt.
Sonntags gehen in Hersbruck geflüchtete Frauen gemeinsam ins Hallenbad. Sie lernen Schwimmen und mehr Selbstbewusstsein zu bekommen. Jetzt wurde die Initiative mit dem Integrationspreis des Bezirks Mittelfranken ausgezeichnet.
Geflüchtete Frauen sind deutlich seltener berufstätig als männliche. Es fehlt ihnen an Deutschkenntnissen und Weiterbildung, so dass eine Stellensuche keinen Sinn macht. Besser sieht es bei Frauen ohne Kinder aus.
Immer wieder sind Ankerzentren in den Schlagzeilen. Mal gibt es Randale, mal fallen sie durch unmenschliche Bedingungen auf. Insgesamt sieben solcher Ankerzentren für je maximal 1.500 Asylsuchende gibt es seit einem Jahr in Bayern: in Deggendorf, Manching, Donauwörth, Schweinfurt, Bamberg, Zirndorf und Regensburg. Experten fordern ihre Abschaffung.
Warum verlassen Menschen ihre Heimat? Oberkirchenrat Michael Martin, in der bayerischen Landeskirche zuständig für den Bereich Flucht und Asyl, spricht im Interview über die Ursachen und erklärt, was unser Umgang mit Lebensmitteln und die deutschen Rüstungsexporte damit zu tun haben.
Das "Lighthouse mobil", ein dreirädriger Info-Wagen aus München, ist für den bundesweiten Integrationspreis 2019 der Hertie-Stiftung nominiert. Um den Preis zu gewinnen, müssen die Projekt-Initiatoren der Inneren Mission München und des Vereins Lichterkette einiges tun - und ihnen bleibt nur wenig Zeit.