Ist Frieden nur die Abwesenheit von Krieg? Oder braucht es für wahren Frieden auch Gerechtigkeit? Um diese und weitere wichtige Fragen geht es in unserem Dossier.
Friedrich Merz unterstellte Ukraine-Geflüchteten "Sozialtourismus". Zwar hat sich der Oppositionsführer für seine unsägliche Aussage inzwischen entschuldigt. Doch das macht die Unterstellungen nicht weniger gefährlich, kommentiert Oliver Marquart.
Seit 2020 steht die Weltuntergangs-Uhr auf 100 Sekunden vor Zwölf. Sie zeigt, wie ernst es aus der Sicht von Experten der Atomtechnologie und Klimaforschung um das Leben auf unserem Planeten steht. Was der hoffnungslose Blick in die Zukunft mit uns macht.
Seit Monaten herrscht Krieg in der Ukraine, ein Waffenstillstand liegt in weiter Ferne. Bemüht sich noch jemand ernsthaft um Friedensvermittlung? Warum gerade die Kirchen ihre Stimme für Friedensverhandlungen lauter werden lassen sollten – ein Kommentar von Timo Lechner.
Vor knapp einem Jahr haben die Taliban in Afghanistan wieder die Macht übernommen. Tausende ehemalige Helfer*innen der Bundeswehr und ihre Familienangehörigen mit einer Aufnahmezusage warten noch auf die Einreise nach Deutschland.
Vor 77 Jahren zerstörten zwei von den USA abgeworfene Atombomben die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Mit Gedenkveranstaltungen werben Aktivist*innen auch gegen die heutige nukleare Abschreckung.
Der Weltkirchenrat fordert US-Präsident Joe Biden vor dessen Nahost-Reise auf, den Christ*innen in Jerusalem zu helfen. Diese seien durch Enteignungen und radikale Gruppen zunehmend bedroht, schreibt Generalsekretär Ioan Sauca in einem offenen Brief.
Die ehemalige Ministerin Annette Schavan rechnet den Religionen große Verantwortung im Hinblick auf die russische Aggression in der Ukraine zu. Das liege unter anderem an der Unterstützung des russischen Patriarchen Kyrills für Putins Krieg.
Kirchenrechtler Hans Michael Heinig warnt vor einseitigen Stellungnahmen zum Ukraine-Krieg. Er betone, Frieden sei zwar mehr als "Friedhofsruhe", aber auch mehr als die "unerbittliche Logik militärischer Abschreckung".
Vom 26. bis 28. Juni treffen sich die sieben Industrienationen Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, die USA und das Vereinigte Königreich zum G7-Gipfel auf Schloss Elmau. Mit unserem Newsticker bleiben Sie auf dem Laufenden.
Von Christiane Ried, Stefan Fuhr, Mey Dudin und epd | 28. Juni 2022
Rund 200 Mitglieder der Initiative "Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs" (IPPNW) treffen sich vom 17. bis 19. Juni in Landsberg zu einem "Friedenskongress" anlässlich des 40-jährigen Bestehens der deutschen IPPNW-Sektion. Für den 18. Juni ist eine öffentliche Aktion geplant.
Ein Ende des nuklearen Wettrüstens ist nicht in Sicht - im Gegenteil. Friedensforschern zufolge sind die Atommächte weiter dabei, ihre Arsenale zu modernisieren oder auszubauen. Damit steige auch das Risiko für den Einsatz von Atomwaffen.
Die Kanadierin Ivanka Solkovska hat ukrainische Vorfahren. Daher konnte sie nach Ausbruch des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine nicht stillsitzen. Sie fuhr in die Heimat ihrer Vorfahren, um den Menschen vor Ort zu helfen.
Ukrainische Flüchtlinge werden bei den bayerischen Meldebehörden keiner Religionsgemeinschaft zugeordnet – auch wenn sie der orthodoxen Kirche angehören. Der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Bayern, Georgios Vlantis, hält dies für "unglücklich", "sogar geschmacklos".
Für viele Menschen ist der Krieg in der Ukraine eine große Belastung. Michael Lehmler hat ein Gebet verfasst, das die Menschen an den Frieden erinnert.
"Informazia Ta Dopomoga" steht auf einem Schild am Eingang zur Halle des Münchner Hauptbahnhofs unter der blaugelben Flagge der Ukraine: Information und Hilfe hier.
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine suchen deutlich mehr Menschen Hilfe bei den Beratungsstellen für Kriegsdienstverweigerer. Pfarrer Martin Tontsch spricht über moralische Bedrängnis – und warnt vor einer Verlängerung des Krieges.
Der frühere EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider hält Waffenlieferungen an die Ukraine für legitim, kritisiert aber einen "Wettlauf" in der politischen Debatte über militärische Unterstützung.
Seit dem 24. Februar greift die russische Armee die Ukraine an. Wir berichten im Nachrichtenticker über aktuelle Entwicklungen mit besonderem Fokus auf Reaktionen aus der Kirche und der Zivilgesellschaft.