Ist Frieden nur die Abwesenheit von Krieg? Oder braucht es für wahren Frieden auch Gerechtigkeit? Um diese und weitere wichtige Fragen geht es in unserem Dossier.
300 Kilometer sind es von hier nach Berlin, 300 Kilometer in entgegengesetzter Richtung nach München. Seit den 1960er Jahren verlief eine Mauer mitten durch Mödlareuth. "Little Berlin" nannten die dort stationierten US-Amerikaner den Ort deshalb.
Johannes Eckert, Abt des Klosters St. Bonifaz, erklärt im Gespräch, warum Frieden Arbeit ist, was Benedikt von Nursia uns heute lehren kann – und weshalb Versöhnung nicht vertagt werden darf.
Wehrpflicht, Aufrüstung, Zeitenwende – aber bringt mehr Militär wirklich mehr Sicherheit? Über falsche Bedrohungsszenarien, imperiales Denken und die Frage, wie man Frieden vorbereitet.
Wie einst Paulus reist Alexander Stubb als Vermittler zwischen streitenden Lagern: uneitel, geduldig und mit Gespür für das Wesentliche. So gewinnt Finnlands Präsident Vertrauen – sogar bei Donald Trump im Ukraine-Krieg.
Von Eva-Katharina Heinaro Kingreen | 27. August 2025
Ole Nymoens Buch "Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde" ist eine Provokation. Es setzt sich entschieden gegen Pflichtendebatten und Militarismus ein und plädiert stattdessen für Humanität, Selbstbestimmung und kritisches Denken.
Wenn Bilder hungernder Kinder zu politischer Munition werden, ist mehr verloren als Wahrheit: unsere Menschlichkeit. Im Israel-Gaza-Krieg zeigt sich, wie Mitgefühl zerrieben wird – während das Leid weitergeht, kommentiert Eva-Katharina Kingreen.
Von Eva-Katharina Heinaro Kingreen | 12. August 2025
Der Augsburger Friedenspreis 2025 geht an Josef Schuster. Der Präsident des Zentralrats der Juden wird für seinen Einsatz gegen Antisemitismus und für gesellschaftlichen Zusammenhalt geehrt. Die Preisverleihung findet im November statt.
Mit einem offenen Brief wenden sich vier Pfarrpersonen aus Bayern an ihre Kirche: Sie fordern eine sofortige Waffenruhe in Gaza, die Freilassung aller Geiseln – und eine klare Positionierung der Kirche gegenüber der Bundesregierung.
80 Jahre nach Hiroshima wird in Nürnberg ein Ginkgo aus einem "Überlebensbaum" gepflanzt – als Mahnmal für den Frieden. Der ehemalige Diakoniepräsident Michael Bammessel warnt vor einer neuen atomaren Bedrohung.
Ob in der Kaserne, im Klassenzimmer oder im Boxclub mit Geflüchteten: EKD-Präses Anna-Nicole Heinrich hat auf ihrer Sommerreise junge Menschen getroffen, die sich fragen, was sie beitragen können – und dabei viel Mut, Zweifel und Hoffnung äußern.
Von Oliver Marquart und Svenja Schurig | 3. August 2025
Zum Jahrestag der Atombombenabwürfe mahnen Justitia et Pax und die Evangelische Friedensarbeit der EKD: Atomwaffen garantieren keinen Frieden. Inmitten globaler Krisen fordern sie Abrüstung – als Frage des Weltgemeinwohls.
EKD-Präses Anna-Nicole Heinrich fordert im Streit um die Wehrpflicht eine breitere Debatte. Frieden hänge nicht nur vom Militär ab, betont sie – auch soziale Gerechtigkeit, Gesundheitsversorgung und der Zusammenhalt der Gesellschaft seien entscheidend.
Auf ihrer diesjährigen #Präsestour spricht die Präses der Synode der EKD mit Jugendlichen über Kriegssorgen, Friedensarbeit – und über die Rückkehr der Wehrpflicht.
Die islamische Theologin Hamideh Mohagheghi hat den Krieg zwischen Israel und dem Iran mit großer Sorge verfolgt – auch, weil ihre Familie in Teheran lebt. Im Interview spricht sie über Ängste, Hoffnungen und die Verantwortung der Politik.
Beim Johannisempfang der EKD in Berlin erklärte Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs den Schutz vor Gewalt zur obersten Maxime. Damit kündigt sie eine Neujustierung der evangelischen Friedensethik an – und räumt der militärischen Abschreckung einen Platz ein.
Pfarrerin Hasselmann lebt mit ihrer Familie in Jerusalem. Sie berichtet von Sirenen, Schutzräumen und einem Alltag zwischen Anspannung und Hoffnung – und erklärt, welche Rolle Kirche inmitten der Konflikte in Israel und Palästina spielen kann.
Von Eva-Katharina Heinaro Kingreen | 20. Juni 2025
Mit der Operation "Rising Lion" hat Israel am 13. Juni den Krieg gegen den Iran eröffnet – mit biblischer Symbolik und strategischer Härte. Was steckt hinter dem Namen, was ist das Ziel – und welche Folgen drohen jetzt im Nahen Osten und darüber hinaus?
Der Krieg bekommt ein Gesicht: Am Bamberger Kaiser-Heinrich-Gymnasium berichtet Kateryna Buchko vom Leid ukrainischer Kinder. Die Pädagogin aus Lviv zeigt, wie Krieg Traumata hinterlässt – und was Schulen tun können, um Hoffnung zu geben.
Wie kann Dialog gelingen, wo Schmerz jede Verständigung blockiert? Regionalbischof Prieto Peral spricht über Begegnungen mit Geiselfamilien, Traumatherapeuten und Religionsvertretern im Heiligen Land – und über die Kraft von Empathie.